Archiv für November, 2008
Fettkappen Vorderachse
Die alten Fettkappen sind nur noch rostige Beulen und so geweitet, dass man sie oval klopfen müsste, damit sie auf der Nabe halten. Also müssen neue her, allerdings ist nur noch die Ausführung mit quadratischem Loch für die Tachowelle lieferbar. Eine fettgefüllte Kappe mit Loch am rechten Vorderrad ist keine so angenehme Vorstellung: Das Loch wird zugeschweißt.
Das Loch in der rechten Kappe ist zu.
Die Kappe von innen. Da muss natürlich noch Chassislack drauf.
Fettkappe an ihrem Arbeitsplatz.
Heck- und Wartungsklappe
Die Befestigungslöcher für die Heckklappen-Embleme sind erstklassige Rostherde. Nicht umsonst sind die Embleme bei allen neuen Autos geklebt. Damals war wohl die Klebetechnik noch nicht so weit…
Meine Embleme kommen wieder dran, aber mit Doppelklebeband. Die Löcher in der Klappe werden deshalb “gecleant”. Und wenn ich schon mal dabei bei, cleane ich auch gleich sämtliche Türgriffe, Scheibenwischerlöcher, die Antenne und alles andere. Ach nee, das ist ja gar kein Ich-bin-18-und-tune-jetzt-meine-Rennwarze-Blog hier.
Auf jeden Fall werden die Löcher zugeschweißt, um künftig eine rostfreie Heckklappe zu haben.
Hier sieht man, wie sich der Rost um die Löcher ausgebreitet hat.
Blank gemacht…
…und zugeschweißt.
Schlechte Sicht nach hinten wegen dreckiger Scheibe muss nicht sein, ich rüste einen Heckwischer nach. Das Loch für den Wischer muss genau an der richtigen Stelle sein, denn die Position des Wischermotors in der Heckklappe ist durch den Halter genau vorgegeben. Dummerweise kann man wegen Platzmangels in der Heckklappe den Wischermotor nicht probeweise an seine Montagestelle halten, ohne vorher das Loch für die Wischerwelle zu bohren. Also bin ich auf Fremdinformationen angewiesen. Nach ausgiebiger Recherche in den einschlägigen VW-Bus-Internetforen und gefühlten tausend Mal nachmessen wird der Bohrer angesetzt - passt!
Die Wartungsklappe in ihre Einzelteile zerlegt. Auch sie wird entrostet und lackiert.
Wagenheberaufnahmen
Wie bei vielen Autos sind auch beim T3 die Wagenheberaufnahmen korrosionsanfällige Stellen.
Hier haben sich etliche Trennscheiben an meinem Feinbohrschleifer in Staub aufgelöst. Mit ihnen auch der reichlich vorhandene Rost.
Auf der linken Seite muss geschweißt werden, auch um den runden Ausschnitt für den Stopfen unten in der B-Säule wiederherzustellen.
Dann folgt Zinn. Wegen der Falze in diesem Bereich mit spezieller säurefreier Verzinnungspaste.
Das Loch nähert sich wieder seiner ursprünglichen Form an.
Fertig verzinnt und gleich fertanisiert.
Schiebetürrollen
Die Schiebetür wird durch diverse Kugellager geführt. Wenn die nicht in Ordnung sind, läuft die Schiebetür schwergängig oder laut oder beides.
Meine alte Schiebetür (sie darf jetzt in Form von Reparaturblechen in meinem Bus weiterleben) rumpelte ganz furchtbar, jetzt weiß ich auch, warum:
Dieses Teil allein wirkt noch nicht verdächtig…
…wenn man es allerdings mit der Führung meiner neuen Schiebetür vergleicht, wird klar, dass da an der alten jemand gebastelt hat. Die kugelgelagerte Rolle, die auf dem Blech unterhalb der Schiebetüröffnung rollt, wurde einfach durch ein normales Kugellager ersetzt. Das rollte wegen der Schrägstellung natürlich nur auf einer Kante und hat wunderhübsche Rillen in das Blech gegraben.
Die Lager der Schiebetür sind teils Standard-Kugellager, teils Spezialteile.
Nr. 32: 2 Stück 8×22x7 (608 2RS), diese Größe findet auch im Skate-Bereich Verwendung
Nr. 34: 2 Stück 9×24x7 (609 2RS)
Nr. 30: Spezialrolle, ET-Nr. 251 843 419
Nr. 17: Spezialrolle, ET-Nr. 251 843 361 B
Die Kugellager gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Abdichtung. Die wird bezeichnet durch die Buchstabenkombinationen nach dem Typ: 2Z bedeutet zwei Deckscheiben, 2RS sind zwei Dichtscheiben (besser, habe ich verwendet).
Die Sicherungsringe sollten beim Wechsel auch ersetzt werden:
2 Stück Sicherungsring 8×0,8, ET-Nr. N 012 408 2 (für Nr. 32)
2 Stück Sicherungsring 9×1, ET-Nr. N 012 409 1 (für Nr. 34)
1 Stück Sicherungsring 7×0,8, ET-Nr. N 012 407 1 (für Nr. 30)
Heilung des Frontscheibenrahmens
Die Löcher im Frontscheibenrahmen sind geschweißt, jetzt soll er seine ursprüngliche Form mit Hilfe von Karosseriezinn wiederbekommen.
Das Zinn wird reichlich aufgetragen. Der frische Oberflächenrost rund um die Zinnstelle zeigt, wie aggressiv die Säure in der Verzinnungspaste ist, mit der die zu verzinnenden Stellen vorbereitet werden. Ich habe hinterher sicherheitshalber alles um diese Stellen herum mit Natronlösung abgewaschen, um eventuelle Säurereste zu neutralisieren.
Fertig verzinnt und zurechtgeschliffen.
Links das selbe Spiel.
Der Autor im entsprechenden Rahmen.




















