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Die Freude mit der Frontfuge
Eine jener Stellen, an der nahezu ausnahmslos jeder T3 rostet, ist die Fuge zwischen dem vorderen Stoßfänger und dem Frontblech. Hier überlappen sich diverse Bleche, oben steht die Feuchtigkeit, von innen ist die Fuge ungeschützt. Bei mir war da nicht einmal Karosseriedichtmasse. Beste Voraussetzungen für exquisiten Gammel.
Eigentlich ist die einzige dauerhafte Methode, das Frontblech (also das Blech von der Unterkante des oberen Kühlergrills bis hinunter zum Stoßfänger) komplett herauszutrennen und ein neues einzuschweißen. Dazu habe ich aber derzeit nicht die Möglichkeiten und versuche deshalb, soviel Rost wie möglich zu entfernen und den verbleibenden so zu versiegeln, dass er dort bleibt, wo er ist.
Das ist kein abstraktes Kunstwerk…
…sondern eine Stelle meiner hochverehrten und vielgeschätzten Frontfuge.
Das rechts ist massiver, 2-3 mm dicker Rost. Links habe ich ihn mit einem Diamantfräser am Proxxon Feinbohrschleifer weggefräst.
Diese Art von Rost ist hart, fast so hart wie das Metall, das er einmal war. Über Drahtbürstenaufsätze oder ähnliche Spielzeuge lacht der nur. Da muss man mit richtigem Werkzeug ran. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit Trennscheiben am Feinbohrschleifer gemacht. Da muss man zwar etwas aufpassen, dass man nicht das gesunde Metall beschädigt, aber der Rost geht ab wie nix.
Diese Stelle sah zunächst nur aus wie ein kleiner Rostpickel unterm Lack, nach dem Freilegen mit der CSD-Scheibe an der Bohrmaschine kam eine Durchrostung zutage.
Sieh an, was da so alles rauskommt.
Hinter dem Loch ist jetzt ein ordentlicher Hohlraum. Man kann sich vorstellen, wie es überall hinter dem Frontblech aussieht. Wie gesagt, eigentlich wäre raustrennen und ersetzen angesagt.
Kein wirklich schöner Anblick.
Nachdem ich allen Rost bis aufs blanke Metall weggefräst habe, gebe ich immer wieder WD40 in die Fuge und lasse ihm reichlich Zeit zum kriechen. Danach spritze ich Owatrol Farbkriechöl hinein, lasse es trocknen und pinsele die Fuge mit Owatrol CIP Trenngrundierung, damit ich problemlos überlackieren kann.
Von hinten wird die Fuge mit Mike Sanders Fett behandelt (da kommt man gaaanz toll ran).
Fugenrostbekämpfung
Der Fugenrost kommt überall raus, auch an den Stellen, die letztes Jahr vom Karosseriefachbetrieb neu gemacht wurden.
So wie hier zum Beispiel, hinten links.
Nach näherer Untersuchung stellt sich heraus: Der Radlauf wurde nicht besonders sauber eingeschweißt und die Fugen entgegen der Absprache nicht mit Fugendichtmasse versiegelt, sondern einfach zugespachtelt. Spachtel rausmeißeln und -kratzen macht keinen Spaß.
Hinten rechts genau das Gleiche.
Auch ein Rostklassiker beim T3: Die Fuge unterhalb der Fahrertür.
Auf der Beifahrerseite ebenso.
Gammelt es irgendwo nicht?
Die C-Säulen-Fuge ist im unteren Bereich ebenfalls angegeriffen, die horizontale Fuge (”Küchenfuge”) auf der Beifahrerseite sieht von außen noch ganz ok aus. Von innen leichter Rostansatz, aber nicht kritisch.
An der unteren vorderen Ecke der Schiebetür wurde schon kräftig gespachtelt. Den Rost hat das wenig beeindruckt. Da muss wohl mittelfristig eine neue Tür her.
Die Schiebetürschiene, bei manchen Bussen komplett durchgerostet, ist hier praktisch rostfrei. Das gibt doch Hoffnung
Die Fuge am Frontblech wird vom Rost richtig auseinandergedrückt.
An der Frontmaske sind durch Steinschläge zahlreiche Rostpickel entstanden. Die wird neu lackiert.
Grundierung drauf.
Seitlich auch. Das Abdecken mit Folie hat seine Tücken; zumindest, wenn man zum Grundieren und Lackieren die selbe Folie verwendet: Beim Lackieren werden durch die Druckluft Fetzen der auf der Folie sitzenden Grundierung abgerissen, fliegen herum und landen im frischen Lack. Da ist Papier zum Abkleben im Vorteil, die Farbe haftet besser drauf.
Jetzt glänzt er wieder schön.




















